Das Bild zeigt eine Gruppe junger Menschen. Alle schauen interessiert auf etwas, das nicht im Bild zu sehen ist und auf das zwei Personen zeigen. hnen zeigen auf etwas

27. – 29. April 2026 // stellwerk und Redoute (Weimar Nord)

30. WEIMARER SCHULTHEATERTAGE

Wir feiern die 30. Schultheatertage mit 11 Gruppen! Drei Tage lang erobern sie mit ihren Theaterarbeiten unsere Bühnen. Wir freuen uns sehr über die unterschiedlichen Themen und Spielweisen und das unermüdliche, wachsende Engagement der Schüler:innen und Lehrer:innen, die das Festival in den letzten Jahren und nun zum Jubiläum 2026 mit uns begehen.
Jeweils zwei Theatergruppen treten immer in einen Austausch über ihren Probenprozess und ihre Sichtweisen auf die Stücke. Im Vorfeld unterstützten Berater:innen alle bei der Erarbeitung ihrer Inszenierungen; die Spielleiter:innen nahmen an der Fortbildung »Bewusst spielen, anders erzählen – Klischeebilder im Theater« teil.

Besonders an diesem Jahr ist, dass Schüler:innen der Jenaplanschule Weimar die Moderation der Veranstaltungen planen und übernehmen. Außerdem sind diesmal alle Gruppen dazu eingeladen, ihre Sicht auf das Theaterspiel, und was es für sie persönlich bedeutet, in kurzen Szenen zur Eröffnung zu präsentieren.

Wir freuen uns auf ein spannendes Festival!

Steffi Heiner und Angelika Andrzejewski
Festivalleitung

 

Der Eintritt zu allen Vorstellungen ist frei. Kartenreservierungen sind erforderlich.
Karten unter: karten@stellwerk-weimar.de oder telefonisch +49 3643 490800

Montag, 27. April 2026

10 Uhr // stellwerk weimar

im Anschluss an die Eröffnung // stellwerk weimar // 12+

von Antoine de Saint-Exupéry in einer Theaterfassung von Heinrich Waegner // Humboldt-Gymnasium Weimar, Theater AG ›Chamäleon Jam‹ // Leitung: Anngret Spantzel

In der Wüste, mit einem kaputten Flugzeug und der Sonne über dir, helfen zuerst die ganz konkreten Dinge: Wasser. Schatten. Ein funktionierendes Funkgerät. Werkzeug, um den Motor zu reparieren. Aber wenn es still wird, nur noch Wind und Sand bleiben, dann zeigt sich, dass Überleben nicht nur eine technische Frage ist. Vielleicht wird dann die Imagination eines kleinen Freundes – neugierig, unbeirrbar, ehrlich – zum Rettungsballon, mit dem du reisend seine Welt erkundest, der dich behutsam zwingt, auf das zu achten, was wirklich zählt: Verantwortung füreinander. Liebe. Verbundenheit … und dass du staunen kannst wie ein Kind.

 

11.45 Uhr // Redoute // 12+

Marie-Curie-Gymnasium Bad Berka, DG-Kurs 10 // Leitung: Ricarda Kettner

Das Theaterstück führt durch die unterschiedlichen Viertel Berlins mit seinen grundverschiedenen Gesichtern, Meinungen und Lebensstilen. Es ist alles dabei, von Partymusik bis Oper, von Rap bis Alternativ (Öko). Den roten Faden bildet eine atemberaubende Entführung und eine krankhafte Liebe. Bei dieser Verfolgungsjagd entdeckt man viele neue, spannende und auch komische Situationen.

 

12.45 Uhr // stellwerk weimar // 7+

Freie Talschule Tonndorf, Theatergruppe // Leitung: Debora Willing-Gäbler

Im Haus einer Familie sind unheimliche Geräusche zu hören. Zwei Gestalten verschwinden in der Dunkelheit. Das Erbstück, eine wertvolle Brosche, ist verschwunden und plötzlich ist das Abenteuer da. Doch die jungen Detektiv:innen zögern nicht lange und beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Gemeinsam mit ihrem Hund Elli suchen sie nach Indizien und sind den Dieben dicht auf den Fersen. Ob das wirklich so eine gute Idee war?

 

13.45 Uhr // Redoute // 8+

Goethegymnasium Weimar, DG-Kurs 11 // Leitung: Susanne Thiele

Wie findet man in eine Geschichte und wie öffnet man die Tür für ein spielfreudiges Erzählen, so dass ein Hauch Magie entsteht, der über das Erzählte hinaus Lust und Neugier auf das Kommende erweckt? Auf der Suche nach einer Geschichte, die Raum lässt für Spiel, Fantasie und mögliche Entdeckungen, zeigt der DG-Kurs 11 den Anfang seiner Auseinandersetzung mit dem persischen Epos »Die Konferenz der Vögel«.

 

Dienstag, 28. April 2026

9 Uhr // stellwerk weimar // 6+

Montessorischule Nohra, Theater-AG // Leitung: Anne Schellenberg & Louisa Grote

Stellt euch vor, ihr möchtet richtig gerne Pfannkuchen backen, aber alle Zutaten fehlen. So geht es den Kindern auf der Bühne. Also ziehen sie los, um Eier, Milch, Mehl und Zucker zu besorgen – das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht und erfordert Mut und Abenteuerlust! Denn um an die Lebensmittel zu gelangen, gilt es, Drachen zu überlisten, ins Feenreich zu reisen sowie einem Sturm zu trotzen. Außerdem müssen die Kinder lernen, mit anderen zu teilen, um am Ende ihr Ziel zu erreichen. Ob sie es schaffen …

 

11.30 Uhr // Redoute // 6+

Evangelische Gemeinschaftsschule Weimar, Raben + Regenbogen // Leitung: Julia Hahn

Ein Prinz begibt sich auf eine Reise durch bekannte Märchenwelten. Doch diesmal ist nichts so, wie man es erwartet. Begegnungen mit vertrauten Figuren stellen alte Rollenbilder infrage und eröffnen neue Perspektiven.
Mit Humor, Musik und Fantasie erzählt dieses Theaterstück von Mut, Offenheit und dem gemeinsamen Lernen. Es lädt dazu ein, Märchen neu zu denken – zeitgemäß, vielfältig und voller Herz.

 

14 Uhr // stellwerk weimar // 12+

Goethegymnasium Weimar, DG-Kurs 10 // Leitung: Camille Mannschatz

Eine Gruppe Jugendlicher kann mit Konflikten, Unsicherheiten und Rivalitäten nicht umgehen. Die Lösung scheint nur der Rückzug in eine Welt zu sein, in der die Künstliche Intelligenz Anerkennung, Zuspruch und Selbstoptimierung zu bieten scheint. Doch die KI nutzt deren Schwächen und was zunächst wie ein Angebot von Hilfe wirkt, bedeutet Manipulation, Kontrollverlust und Isolation. Irgendwo zwischen Bequemlichkeit und Effizienz wird eine Grenze überschritten. Künstliche Intelligenz ist überall – in unseren Taschen, in unseren Köpfen, in unseren Beziehungen. Gezeigt wird eine Welt, in der das Echte dem Künstlichen weicht. Wo Kreativität stirbt. Wo Nähe nur noch digital existiert. Wo Sprache verloren geht. Wo wir vergessen haben, wer wir ohne Algorithmen sind. Ein Theaterstück für alle, die glauben, selbst zu entscheiden.

 

Mittwoch, 29. April 2026

9 Uhr // Redoute / 12+

Goethegymnasium Weimar, DG-Kurs 9 // Leitung: Henriette Isstas & Jonas Leopold

Das ist so eine Sache mit den Monstern. Gerne würden wir sie jagen und uns ihnen stellen, aber wenn wir das Licht anmachen, sind sie weg. Und dann, Licht aus, wir wollen einschlafen und schon sind sie da – mit ihrem gemeinen Flüstern und ihren fiesen Zweifeln. Wer kommt und schaut unterm Bett nach, ob sie weg sind? Seit Januar stellt sich der DG-Kurs 9 des Goethegymnasiums Weimar der Begegnung mit allen möglichen Monstern und hat daraus einige Szenen entwickelt.

 

10.30 Uhr // stellwerk weimar // 10+

Förderzentrum Blankenhain, DG-Kurs 5 – 9 // Leitung: Gertrud Mohnhaupt & Annett Goroll

Ein Missgeschick aus Übermut – das Handy (oder die goldene Kugel) fällt in den Brunnen. Der in der Not geholfen hat, stellt jetzt Forderungen. Das geht gar nicht! Hab ich wirklich versprochen, du bekommst alles, was du willst? Muss ich mein Versprechen halten? Immer? Um jeden Preis?

 

11.30 Uhr // Redoute // 14+

Marie-Curie-Gymnasium Bad Berka, DG-Kurs 9 //  Leitung: Karin Hemkes

Eine Schultheatergruppe versucht, Shakespeares berühmte Liebesgeschichte modern und neu auf die Bühne zu bringen. Doch der Probenprozess verläuft alles andere als reibungslos: Konflikte in der Regie, im Ensemble und zwischen den Hauptdarsteller:innen. Lena, ein deutsches Mädchen, spielt Julia. Amir, ein Junge mit türkischen Wurzeln, übernimmt die Rolle des Romeo. Was zunächst nur Schauspiel sein soll, wird zunehmend komplizierter, denn auch abseits der Bühne stoßen die beiden auf Widerstände – vor allem durch ihre Eltern. Zwischen Kostümproben und Bühnenbild, zwischen Schauspielerei und Realität verschwimmen die Grenzen. Bald wissen Lena und Amir selbst nicht mehr, ob ihre Gefühle noch Teil des Stücks oder längst echt geworden sind.

Ein Stück über Liebe, Vorurteile, Widrigkeiten des Schultheaters und die Frage, wo das Spiel endet und das echte Leben beginnt, und eine Amme, die zur wichtigen Unterstützerin wird.

 

12.30 Uhr // stellwerk weimar // 11+

Parkschule Weimar, DG-Kurs 7 // Leitung: Jürgen Paasch

Grünkäppchen geht es nicht gut. Die zwölfjährige Leseratte ist frisch verliebt in einen Typen, der ihr via Handy den Himmel auf Erden verspricht. Aber Mama macht alles madig, was der Typ in den Chats so säuselt. Einen »gefährlich dämlichen Deppen« nennt sie den Typen aus dem Netz. Und Papa gibt ihr Recht – wenn er mal Zeit hat, sich zum Thema zu äußern. Am liebsten hält Papa, der KI-Experte, Vorträge über »digital generierte Wirklichkeiten« und die Verlockungen des schönen Scheins. Gähn …  Während Mama und Papa noch weiter engagiert diskutieren, daddeln Grünkäppchen und ihre beste Freundin Blaustrümpfchen desinteressiert weiter. Doch ein unangenehmer Klingelton unterbricht die Szene und eine krass böse Dumpfbacke, auch bekannt als »gefährlich dämlicher Depp«, mischt die heile Welt des trauten Heims auf …

 

15 Uhr // Redoute

Die 30. Weimarer Schultheatertage sind eine gemeinsame Veranstaltung von 

 

Wir bedanken uns für die Förderung bei