Amphitryon
Gastspiel des Nationaltheaters Mannheim // Heinrich von Kleist · Ein Lustspiel nach Molière
Alkmene verbringt eine unvergessliche Liebesnacht mit ihrem Mann Amphitryon – glaubt sie. In Wirklichkeit war es Jupiter, Gottvater persönlich, der sich ihr in Amphitryons Gestalt genähert hatte. Als der echte Amphitryon am nächsten Morgen nach längerer Abwesenheit siegreich aus dem Krieg heimkehrt, wird er von seiner Frau nur mit »So früh zurück?« begrüßt. Plötzlich geraten alle Sicherheiten ins Wanken …
Seit der Erfindung des Götterhimmels wissen wir, dass es im olympischen Himmel vor allem eines ist: langweilig. Was also sucht Jupiter? Was fehlt dem, der alles hat? Ihm fehlt die Welt, das gewöhnliche Leben. Und was lässt Amphitryon verzweifeln, macht den professionellen Krieger machtlos? Das Göttliche muss etwas sein, womit Amphitryon weder konkurrieren noch was er bekämpfen kann. Lag bei Molières Bearbeitung des Amphitryon-Stoffes der Schwerpunkt auf der Rivalität zwischen Liebhaber und Ehemann, so wird bei Kleist daraus ein tragikomischer Kampf um menschliche Beziehungen und das Unerreichbare.
Inszenierung
Elmar Goerden
Bühne
Silvia Merlo / Ulf Stengl
Kostüme
Lydia Kirchleitner
Licht
Robby Schumann
Dramaturgie
Ingoh Brux
Mit
Julius Forster (Jupiter)
Jacques Malan (Merkur)
Michael von Au (Amphitryon)
Reinhard Mahlberg (Sosias)
Anne-Marie Lux (Alkmene)
Anke Schubert (Charis)
Spielort: Großes Haus