Stückbild des Stückes Othello

Othello

Tragödie von William Shakespeare

Othello ist ein erfolgreicher General der Republik Venedig, verheiratet mit der schönen Desdemona, und er ist schwarz. Das macht ihn zum bewunderten Exoten in der Welt weißer Männer und Frauen.

Vor allem sein Fähnrich Jago neidet ihm diese Position, die Ehe und die errungene Akzeptanz in der venezianischen Gesellschaft. Er pflegt einen Urhass gegen den vermeintlichen Eindringling, der ihm, so meint er, bei allem in die Quere kommt. 

Als Othello in Zypern nach gewonnenem Krieg das Amt des Gouverneurs übernimmt und Desdemona ihn dahin begleitet, ist Jagos Stunde gekommen. Er sät geschickt den Verdacht, Desdemona würde Othello mit einem seiner Soldaten betrügen. Die zur Schau gestellte Sicherheit Othellos bricht weg. Grenzenlose Eifersucht zerreißt ihn und lässt ihn an allem zweifeln: seiner Frau, seiner geglaubten Integration und an sich selbst. Besinnungslos greift er zum schlimmsten aller Mittel, um sich von diesem Zweifel zu befreien.

Verpackt in eine abgründige, tragische Liebesgeschichte entwirft Shakespeare das Bild einer rassistisch geprägten Gesellschaft, in der der schwarze Held trotz seiner Verdienste immer als störender Fremder abgestempelt wird.

Wiederaufnahme
Donnerstag // 19. März 2026 // 19.30 Uhr // Redoute (Weimar Nord)

Donnerstag // 2. April 2026 // 19.30 Uhr // Redoute (Weimar Nord)

Samstag // 9. Mai 2026 // 19.30 Uhr // Redoute (Weimar Nord)

zu den Tickets

Tragödie von William Shakespeare

Uraufführung: 1. November 1604, Whitehall

Othello: Calvin-Noel Auer
Desdemona: Nadja Robiné
Jago: Marcus Horn
Emilia: Isabel Tetzner
Rodrigo: Henrik Mrochen
Cassio: Bastian Heidenreich

Spielort: Redoute (Weimar Nord)

Dauer: 2 Std. 0 Min.

Pause: nein

Premiere: 24. November 2022

ℹ️ Sexismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit sind zentrale Themen des Stücks, werden tiefgehend behandelt und sind für den Handlungsstrang essenziell. Diese triggerbehafteten Inhalte werden auf der Bühne explizit szenisch umgesetzt und durch multimediale Mittel auf die Bühne gebracht.

  • »Wenn Othello, dann so.«
    (mdr Kultur, 26.11.2022)

  • »Politisches Theater auf der Höhe der Zeit, ohne billige, verkrampfte Anklage oder versöhnliche ›Wir sind die Guten‹-Geste. Adebisis Inszenierung ist eine unterhaltsame, ja lustvolle Positionierung.«
    (nachtkritik, 25.11.2022)

  • »Das DNT Weimar hat auf einen souveränen Umgang mit dem Gesamtpaket Othello gesetzt, das alte Eifersuchts-Drama ins Heute geholt und die angedeuteten politischen Korrektheits-Aufreger gleich mit thematisiert.«
    (mdr Kultur, 26.11.2022)