Amphitryon
Göttliche Oper über Schein und Sein von Robert Oboussier
Der Gott Jupiter findet Alkmene attraktiv und will ihr nah sein. Diese wartet auf ihren Mann Amphitryon, der bald aus dem Krieg zurückkehren soll. Jupiter nimmt die Gestalt des Feldherrn Amphitryon an, um Alkmene zu verführen. Merkur imitiert derweil dessen Diener Sosias. Die Doppelgänger sorgen für Verwirrung und stürzen die Menschen in Identitätskrisen und Streit über Wahrheit, Liebe und Treue. Am Ende wird die göttliche Täuschung aufgedeckt.
In der komischen Oper »Amphitryon« portraitiert Oboussier mit viel musikalischem Witz die mythologischen Charaktere. Das über zwei Dekaden konzipierte Werk wurde zusammen mit seinem Schöpfer Oboussier aufgrund seiner öffentlich gewordenen Homosexualität zu Unrecht aus dem kollektiven Gedächtnis entfernt. Sein Vermächtnis verstummte für Jahrzehnte. Nun endlich erklingt Oboussiers vielschichtige Oper wieder und wird unter der Regie von Kerstin Steeb in Weimar erstmals zu erleben sein.
Premiere
Samstag // 29. Mai 2027 // 19.30 Uhr // Großes Haus
Oper in drei Akten und einem Vorspiel von Robert Oboussier
frei nach Molière und Heinrich von Kleist
Uraufführung: 13. März 1951, West-Berlin und Dresden
in deutscher Sprache mit Untertiteln
Musikalische Leitung: Daniel Carter
Inszenierung: Kerstin Steeb
Dramaturgie: Charlotte Hennen
Licht: Thomas Geiler
Choreinstudierung: Jens Petereit
Spielort: Großes Haus
Premiere: 29. Mai 2027