Faust. Der Tragödie zweiter Teil
Eine Herausforderung für das Theater von Johann Wolfgang von Goethe
Als Goethe sein Lebenswerk kurz vor seinem Tod 1832 beendete, schloss er das Manuskript in einem versiegelten Umschlag weg. Seinem zeitgenössischen Publikum traute er die Lektüre nicht zu. Denn es handelt sich dabei um eine komplexe Weltbetrachtung am Anfang einer neuen Epoche, unter deren Zeichen wir bis heute leben.
Nachdem Faust aus seinem Heilschlaf erwacht ist, beginnt die Suche nach dem Unbedingten in einer bedingten Welt erneut. Durch Vergangenheit und Zukunft jagt der Protagonist, getrieben von Mephisto, durchstreift die Antike und das Mittelalter, erfindet mithilfe seines Antipoden das Papiergeld und gewinnt Kriege und Land.
Während Faust zum Verbrecher an Mensch und Natur wird, befeuert Mephisto dessen Eroberungsmentalität und wartet zugleich auf die Einlösung der Wette. Dieser Augenblick scheint endlich gekommen, als der erblindete Faust in einer wahnwitzigen Vision die künftige Gesellschaft heraufbeschwört.
Goethes »Faust II« ist eine Herausforderung für das Theater. Dieser stellt sich der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov, der die Ikone der Weimarer Klassik in einer Neuinszenierung wieder auf die Bühne des DNT bringt.
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Premiere
Samstag // 3. Oktober 2026 // 19.30 Uhr // Großes Haus
Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe
Uraufführung (unvollständig): 7. Mai 1876, Weimar
Zuletzt am DNT: Spielzeit 2017/18
Inszenierung: Stas Zhyrkov
Übersetzer: Sebastian Anton
Bühne: Jan Hendrik Neidert
Kostüme: Lorena Díaz Stephens
Co-Regie Puppe/Maske: Matteo Spiazzi
Dramaturgie: Pavlo Arie
Licht: Christian Schirmer
Spielort: Großes Haus
Premiere: 3. Oktober 2026