Don Karlos
Ein dramatisches Gedicht von Friedrich Schiller
Mitte des 16. Jahrhunderts ist Spanien die stärkste katholische Macht Europas. Don Karlos, der Sohn König Philipps II., liebt heimlich seine Stiefmutter Elisabeth von Valois, die er ursprünglich heiraten sollte, die jetzt aber seinem Vater eine treue Gemahlin ist. Marquis von Posa, ein Jugendfreund des Prinzen, versucht Karlos aus seiner Hoffnungslosigkeit zu reißen, indem er ihn auf den Terror aufmerksam macht, mit dem die spanischen Truppen gegen die Bevölkerung der niederländischen Provinzen vorgehen. Der Thronfolger soll sich, verlangt Posa, der Unterdrückten annehmen und dadurch neuen Sinn im Leben finden. Doch als die Verwirklichung seines Plans in greifbare Nähe gerückt zu sein scheint, zieht sich das Netz politischer und privater Intrigen am königlichen Hof zu.
Der Mensch in seiner Existenz zwischen den Zwängen der Geschichte und dem Streben nach individueller Freiheit ist das Thema von »Don Karlos«. Die Regisseurin Joanna Lewicka, bekannt für ihre exakten Zugänge zu klassischen Texten, inszeniert das vielleicht effektvollste Drama Schillers.
TIPP >> »Die schönen Tage von Aranjuez sind nun zu Ende« – der österreichische Autor Peter Handke hat dieses Zitat aus dem Monolog der Figur Don Karlos im ersten Akt zum Anlass genommen, einen Sommerdialog über die erste Liebe, Natur und Geschichte zu schreiben: »Die schönen Tage von Aranjuez«, der 2012 uraufgeführt wurde.
Premiere
Samstag // 20. Februar 2027 // 19.30 Uhr // Großes Haus
Drama in fünf Akten von Friedrich Schiller
Uraufführung: 29. August 1787, Hamburg
Zuletzt am DNT: Spielzeit 2009/10
Inszenierung: Joanna Lewicka
Bühne: Norbert Bellen
Video und Sounddesign: Aleksander Janas
Dramaturgie: Hermann Mueller
Licht: Jörg Hammerschmidt
Spielort: Großes Haus
Premiere: 20. Februar 2027