Claudio Hernández Ortega
© Alexandra Münch
Claudio Hernández wurde in Maracaibo, Venezuela, geboren und begann im Alter von 13 Jahren seine musikalische Ausbildung im von José Antonio Abreu gegründeten Projekt »El Sistema«. Seine Ausbildung am Kontrabass erhielt er unter anderem bei Maciej Slokowky, Hendric González, Elvis Martínez und Ikser Mijares. Später studierte er am Conservatorio de Música Simón Bolívar in Caracas an der Lateinamerikanischen Kontrabass-Akademie bei Félix Petit. 2017 schloss er sein Studium der Musikpädagogik an der Pädagogischen Universität »Libertador« ab.
2004 wurde er als Solo-Kontrabassist des Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela engagiert. Mit dem Orchester konzertierte er unter Dirigenten wie Gustavo Dudamel, Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Lorin Maazel und Giuseppe Sinopoli und war auf zahlreichen internationalen Bühnen und Festivals zu Gast, darunter die BBC Proms in der Royal Albert Hall, die Salzburger Festspiele, das KKL Luzern, der Musikverein Wien, die Carnegie Hall New York, die Berliner Philharmonie und das Teatro alla Scala in Mailand.
Bei internationalen Wettbewerben erhielt er unter anderem 2012 beim Sperger Internationalen Kontrabasswettbewerb den Sonderpreis »Corelli«. Zudem war er Halbfinalist beim Koussevitzky-Wettbewerb in Russland (2011) und beim Wettbewerb der International Society of Bassists in den USA (2014).
Seit 2018 lebt Claudio Hernández in Deutschland. Seine musikalische Tätigkeit führte ihn unter anderem zu den Hofer Symphonikern, der Niederbayerischen Philharmonie Passau, dem Philharmonischen Orchester der Stadt Trier, der Philharmonie Südwestfalen und den Stuttgarter Philharmonikern.
Seit März 2024 ist er Mitglied des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Gastmusiker bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Vorarlberger Symphonieorchester und der Deutschen Radio Philharmonie tätig.
Weitere musikalische Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Klaus Stoll, Janne Saksala, Stephan Schachenhofer, Thierry Barbé und Alberto Bocini. Seine künstlerische Arbeit vertieft er durch den regelmäßigen Austausch mit Professor Nabil Shehata sowie seinen Kollegen Andrei Mihailescu und Stephan Dietze.