Christoph Peters

Christoph Peters

Christoph Peters gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Autor:innen der Gegenwart. Nach der Schulzeit studierte er Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er zwischen 1995 bis 2000 als Fluggastkontrolleur am Frankfurter Rhein-Main-Flughafen. Diese Tätigkeit beschreibt er später als Lebensschule, weil sie seinen Blick auf die Menschen und ihre Verhaltensweisen geschärft hat.

Mit dem Roman »Ein Zimmer im Haus des Krieges«, in dem das Schicksal eines zum Islam konvertierten deutschen jungen Mannes beschrieben wird, der sich radikalisiert und in einen Terroranschlag auf den ägyptischen Luxortempel verwickelt ist, löste er eine heftige Debatte darüber aus, ob ein Verstehen der Motive seines Protagonisten schon als Einverständnis mit denselben missverstanden werden könnte. Zwischen 2022 und 2024 veröffentlichte er in Anlehnung an Wolfgang Koeppens Romantrilogie seine »Trilogie des gegenwärtigen Scheiterns«. Auch hier scheut sich Christoph Peters nicht, die Ambivalenz und Fragilität unseres aktuellen Gesellschaftszustandes in allen Facetten zu beschreiben. Ihm gelingt damit ein furioses, scharf gezeichnetes Zeitbild, das den drängenden Fragen der Gegenwart nicht ausweicht.

Christoph Peters wurde mit zahlreichen Preisen für sein Werk ausgezeichnet.

Foto: Peter von Felbert