Mien Bogaert
Mien Bogaert, geboren 1992 in Flandern, studierte Musik- und Theaterwissenschaften an der Universität Gent sowie Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Ab 2019 arbeitete er als Dramaturg beim Klarafestival in Brüssel, einem der bedeutendsten Festivals für klassische Musik in Belgien. Darüber hinaus war er bis 2024 als Dramaturg und Koordinator szenischer Projekte beim Belgian National Orchestra tätig. Neben der dramaturgischen Konzeption und Begleitung von Konzertprogrammen entwickelte und realisierte er spartenübergreifende Projekte, darunter eine filmisch-szenische Umsetzung von Alfred Schnittkes Ballett »Peer Gynt«, für das er Regie und Szenografie übernahm. Zudem betreute er das mit einem Young Audiences Music Award ausgezeichnete Musikvermittlungsprojekt »À la vie, à la mort« von Hélène Bracke sowie »FIREBIRD«, ein interdisziplinäres Projekt zur Langzeitlagerung radioaktiver Abfälle in Zusammenarbeit mit der belgischen Entsorgungsorganisation NIRAS.
Parallel dazu arbeitet Mien Bogaert freischaffend als Regisseur, Librettist und Bühnenbildner mit einem besonderen Schwerpunkt auf zeitgenössischem Musiktheater und Uraufführungen. Aufträge führten ihn unter anderem an La Monnaie/De Munt in Brüssel, wo er Regie und Bühne für die Uraufführung von Harold Nobens »À l’extrême bord du monde« übernahm, sowie an die Landesbühnen Sachsen, wo er Christoph Breidlers Jugendoper »Malka Mai« inszenierte und ausstattete. Gemeinsam mit dem Komponisten Benjamien Lycke entwickelte er die neue Oper »Crash Flight«, die 2025 in Gent, Brügge und Löwen uraufgeführt wurde und für die Bogaert Libretto, Regie und Bühne übernahm. Als Teil der Berliner Compagnia Nuova entwickelte er zudem ein Konzept für ein mobiles Pocket-Opera-Theater, dessen vollständiges Bühnenbild auf einer einzigen Europalette transportiert werden kann.
Mien Bogaert ist Stipendiat der Akademie Musiktheater heute und erreichte 2020 das Semifinale des internationalen Regiewettbewerbs Ring Award. 2026 war er zudem bei den Dresdner Musikfestspielen tätig. Seit Beginn der Spielzeit 2026/27 ist er als Konzertdramaturg und Konzertpädagoge am Deutschen Nationaltheater und der Staatskapelle Weimar engagiert.