Electric Saint
Oper von Stewart Copeland · Libretto von Jonathan Moore · Uraufführung
In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln
Die Oper »Electric Saint« stellt den Physiker und Erfinder Nikola Tesla in den Mittelpunkt, der Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts lebte. Sie handelt von der Rivalität mit seinem Erfinderkollegen und Konkurrenten Thomas Edison – zwei Pioniere auf dem Gebiet der Elektrotechnik mit diametral entgegengesetzter Lebensphilosophie. Tesla ein radikales, detailversessenes Genie, Edison ein mindestens so guter Erfinder wie cleverer Geschäftsmann und Selbstvermarkter. Während der eine seine Erfindungen der Menschheit zu ihrem Wohl frei zur Verfügung stellen wollte, stand für den anderen die Mehrung seines Reichtums im Mittelpunkt.
Der Komponist Stewart Copeland und der Regisseur und Librettist Jonathan Moore erzählen in assoziativen Bildern von den Konflikten und den Widersprüchen der Person Teslas: In eine orthodoxe Priesterfamilie im heutigen Kroatien geboren, war er ein besessener Wissenschaftler und gläubiger Christ. Doch schlossen sich diese beiden Pole - Wissenschaft und Glaube - für ihn nie aus, was sich auch im Titel der Oper widerspiegelt. Bereits zum vierten Mal arbeiten Copeland und Moore zusammen. Der fünffache Grammy-Preisträger Copeland wurde als Gründungsmitglied und Drummer der Band »The Police« weltberühmt. Danach machte er sich u.a. mit der Filmmusik zu Oliver Stones »Wall Street« und Francis Ford Coppolas »Rumble Fish« einen Namen. Der Schauspieler, Regisseur und Librettist Moore arbeitete für Häuser wie die Royal Shakespeare Company, das National Theatre London oder die Brooklyn Academy of Music. Er war Ko-Autor des Librettos und Regisseur der Münchner Uraufführung »Greek« von Mark Anthony Turnage.
Koproduktion von Kunstfest Weimar und DNT Weimar
Tesla: Richard Morrison
JP Morgan: Oleksandr Pushniak
Westinghouse: Alexander Günther
Robert: Jasper Sung
Edison: Uwe Schenker-Primus
Anna: Olivia Warburton
Katharine
Vater: Avtandil Kaspeli
Mutter: Marlene Gaßner
Musikalische Leitung: Gregor Bühl
Regie: Jonathan Moore
Bühne, Kostüme, Video: Jonathan Moore / Robert Lippok
Mitarbeit Bühne: Justus Saretz
Dramaturgie: Judith Drühe
Choreinstudierung: Jens Petereit / Emanuel Winter
Spielort: Großes Haus
Premiere: 5. September 2021