Bolero

Wellen, Strömungen und unendliche Weite – das Meer zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Programm. Jean Sibelius’ »Okeaniden« eröffnen die Klangreise mit mythischer Lebendigkeit und sprudelnden Motiven, bevor Edvard Griegs Klavierkonzert die stürmische Kraft wie auch die sanften Reflexionen des Meeres in virtuoser Tonsprache abstrahiert.

Debussys »La Mer«, ein Schlüsselwerk des Impressionismus in der Musik, überträgt den magischen Zauber des Ozeans auf die Bühne – vom glitzernden Spiel der Wellen bis zu den geheimnisvollen Tiefen purer Naturkraft. Das stetige Crescendo, mit dem Ravel im »Bolero« sein immergleiches Thema steigert, verdichtet und am Ende beinahe zum Bersten bringt, könnte man schließlich mit der unaufhaltsamen Energie der Brandung assoziieren. Jedes Werk ein eigener Kosmos – und doch ein Gesamtbild, mit dem wir unsere Konzertsaison krönen.

TIPP >> Debussy gilt als der Impressionist in der Musik. Auch wenn er dieses Label gar nicht mochte, so entspricht die Struktur seiner Musik doch ziemlich präzise den Prinzipien der französischen Impressionist:innen in der Malerei. Schauen Sie sich dazu mal bei Manet, Pissarro, Monet oder Renoir um – oder besuchen Sie am besten die berühmte Impressionismus-Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam.

Sonntag // 4. Juli 2027 // 19.30 Uhr // Weimarhalle

Montag // 5. Juli 2027 // 18.00 Uhr // Weimarhalle

Sinfoniekonzert 10 der Staatskapelle Weimar

Jean Sibelius: »Die Okeaniden« op. 73
Edvard Grieg: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16
Claude Debussy: »La Mer« Sinfonische Skizzen für Orchester
Maurice Ravel: »Bolero«

Dirigent: Ivan Repušić
Klavier

Spielort: Weimarhalle