Ivan Repušić
© Damil Kalogjera
Ivan Repušić (1978) ist Generalmusikdirektor der Oper Leipzig und Chefdirigent der Staatskapelle Weimar. Er zählt zu den bedeutendsten kroatischen Dirigenten. Regelmäßig tritt er in seiner Heimat Kroatien auf, wo er außerdem als Chefdirigent das Kammerorchester Zadar leitet. Von 2017 bis September 2026 war er Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters, von 2014 bis Juni 2026 Erster Ständiger Gastdirigent an der Deutschen Oper Berlin.
Er ist Gast an führenden Opernhäusern, darunter die Bayerische Staatsoper, die Staatsoper Unter den Linden, die Semperoper Dresden, die Staatsoper Hamburg, die Komische Oper Berlin, das Opernhaus Zürich und das Neue Nationaltheater Tokio. Er tritt in Konzerthäusern wie dem Gasteig, dem Herkulessaal und dem Prinzregententheater in München, der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, dem Musikverein Wien, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Smetana-Saal in Prag, dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern sowie auf renommierten Festivals auf, darunter das Beethovenfest Bonn und das Festival »Verdi« in Parma.
Er leitete zahlreiche renommierte Orchester, darunter das Orchester der Deutschen Oper Berlin, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das hr-Sinfonieorchester, das Bayerische Staatsorchester, die NDR Radiophilharmonie Hannover, die Wiener Symphoniker, das Sinfonieorchester Mailand Giuseppe Verdi, das Orchester des Nationaltheaters Mannheim, das Prager Sinfonieorchester, das Orchester der Norwegischen Nationaloper Oslo, die Brüsseler Philharmoniker, das Tokyo Philharmonic Orchestra und viele weitere.
Er hat dreißig Tonträger für BR-Klassik, Warner Classics, cpo, Pentatone, Audite und Cantus aufgenommen. Die Aufnahmen wurden mit Auszeichnungen wie »ICMA«, »Opus Klassik«, »Diapason d’Or«, »Oper! Awards« und »Porin« geehrt. Besonders fruchtbare diskografische Zusammenarbeit, einschließlich Werke kroatischer Komponisten, realisierte er mit dem Münchner Rundfunkorchester sowie dem Chor des Bayerischen Rundfunks mit führenden internationalen Solisten, ebenso wie mit der Staatskapelle Weimar.
Zu Beginn der Spielzeit 2025/2026 trat er sein Amt an der Oper Leipzig mit der Premiere von Verdis »Falstaff« an, die einhellig gefeiert wurde. Die Saison 2026/2027 bringt Premieren von »Eugen Onegin«, Puccinis »Il Trittico« und Leoncavallos »Pagliacci« sowie Orffs »Carmina Burana«, außerdem Wiederaufnahmen von »Tosca«, »Salome« und »Tristan und Isolde«. Die Staatskapelle Weimar, an deren Spitze er im August 2024 als Chefdirigent debütierte, wird er in Aufführungen von Mahlers Dritter Symphonie, Brahms’ »Ein deutsches Requiem« mit dem MDR-Rundfunkchor sowie bei Gastspielen in Bayreuth und Köln leiten. Es erwarten ihn zudem sein Debüt im Gewandhaus Leipzig an der Spitze des Gewandhausorchesters mit dem Pianisten Alexander Malofeev, »La bohème« an der Staatsoper Unter den Linden, ein Konzert mit der NDR Radiophilharmonie u. v. m.
Seine professionelle Laufbahn in Deutschland begann Ivan Repušić an der Staatsoper Hannover, wo er von 2016 bis 2019 auch als Generalmusikdirektor tätig war. Nach seinem Debüt an der Deutschen Oper Berlin im Jahr 2011 wurde er zum Dirigenten ernannt und 2014 zum ersten ständigen Gastdirigenten. Bis heute hat er über 150 Aufführungen von rund zwanzig verschiedenen Opernwerken des deutschen, italienischen und slawischen Repertoires dirigiert.
Seine musikalische Ausbildung erhielt Ivan Repušić in Zadar, Kroatien, sowie an der Musikakademie der Universität Zagreb in den Klassen von Igor Gjadrov und Vjekoslav Šutej. Darüber hinaus vervollkommnete er seine Fähigkeiten bei Jorma Panula, Gianluigi Gelmetti, Kazushi Ono und Donald Runnicles. Seine professionelle Karriere begann er am Kroatischen Nationaltheater in Split, wo er als Chefdirigent und Operndirektor tätig war. Er war Künstlerischer Leiter des Musikprogramms der Split Sommerfestspiele und der Dubrovnik Sommerfestspiele sowie Dozent an der Kunstakademie in Split.
Er ist Träger zahlreicher bedeutender kroatischer Auszeichnungen, darunter der »Vladimir-Nazor«-Preis und der »Milka-Trnina«-Preis, die Ehrendoktorwürde der Universität Zadar (2021) sowie der Danica-Orden mit dem Bildnis Marko Marulićs (2024). Für seinen herausragenden künstlerischen Beitrag zur Umsetzung des Gesamtprogramms der Dubrovniker Sommerfestspiele wurde er 2026 mit dem Grand Prix Orlando ausgezeichnet.