Ein deutsches Requiem
Tragik und Trauer durchströmen dieses Konzert – und öffnen zugleich den Blick auf eine Hoffnung, die aus unterschiedlichen kulturellen und religiösen Traditionen erwächst. Brahms’ »Tragische Ouvertüre« setzt ein kraftvolles Zeichen existenzieller Ernsthaftigkeit, bevor Max Bruchs »Kol Nidrei« uns in eine gänzlich andere geistige Welt entführt. Auf jüdischen Gebetsmelodien basierend, verleiht es der Stimme des Cellos eine klagende und zugleich tröstende Kraft – persönlich, innig und von großer Würde. »Ein deutsches Requiem« schließlich weitet den Horizont. Brahms schuf mit diesem Werk kein liturgisches Totenamt, sondern eine Musik für die Lebenden, getragen von Mitgefühl, Trost und der leisen, aber beharrlichen Hoffnung auf Versöhnung. Musik, die Schmerz mit Schönheit paart und gerade darin Zuversicht hörbar macht.
Sonntag // 10. Januar 2027 // 19.30 Uhr // Weimarhalle
Montag // 11. Januar 2027 // 18.00 Uhr // Weimarhalle
Sinfoniekonzert 5 der Staatskapelle Weimar
Johannes Brahms: »Tragische Ouvertüre« d-Moll op. 81
Max Bruch: »Kol Nidrei« op. 47 für Violoncello und Orchester
Johannes Brahms: »Ein deutsches Requiem« op. 45
Dirigent: Ivan Repušić
Violoncello: Bumjun Kim
Sopran
Bariton
MDR-Rundfunkchor
Spielort: Weimarhalle