Parsifal
Ein Bühnenweihfestspiel von Richard Wagner
Die Gesellschaft der Gralsritter befindet sich in einer Krise. Klingsor hat ihnen die Heilige Lanze entwendet und ihrem König Amfortas damit eine unheilbare Wunde zugefügt. Von Schmerzen gepeinigt weigert sich dieser nun, die Rituale auszuführen, die die Ritter am Leben erhalten. Nur ein »reiner Tor« – so die Prophezeiung – könne die Wunde schließen. Doch als dieser in Gestalt Parsifals erscheint, erkennen sie ihn nicht. Erst in der Begegnung mit der rätselhaften Kundry wird er wissend und kann schließlich Erlösung bringen.
Wagners letztes Werk ist vielleicht auch sein vieldeutigstes. Religiöse und philosophische Motive zwischen Christentum und Buddhismus verwebt er zu einer Meditation. Mit der ewigmenschlichen Sehnsucht nach Erlösung findet er gegen Ende seines Lebens zu einer neuen, fast impressionistischen Klangsprache.
Nachdem »Parsifal« seit fast 30 Jahren nicht mehr in Weimar zu erleben war, kehrt das Bühnenweihfestspiel nun ans DNT zurück – in einer Inszenierung von Chefregisseur Valentin Schwarz, der nach dem Bayreuther »Ring« seine Beschäftigung mit Wagner hier fortsetzt.
TIPP >> 1975 schnitt der Rundfunk der DDR eine konzertante Aufführung des »Parsifal« in der Leipziger Kongresshalle mit. Von Herbert Kegel ungewöhnlich zügig dirigiert und mit Sängern wie René Kollo oder Theo Adam hochkarätig besetzt, ist die eigenwillige Aufnahme bis heute ein Höhepunkt in der »Parsifal«-Diskografie.
Premiere
Samstag // 20. März 2027 // 16.00 Uhr // Großes Haus
Musikdrama in drei Aufzügen von Richard Wagner
Text vom Komponisten
Uraufführung: 26. Juli 1882, Bayreuth
Zuletzt am DNT: Spielzeit 1998/99
in deutscher Sprache mit Untertiteln
Musikalische Leitung: Daniel Carter
Inszenierung: Valentin Schwarz
Bühne: Andrea Cozzi
Dramaturgie: Sören Sarbeck
Licht: Christian Schirmer
Choreinstudierung: Jens Petereit
Spielort: Großes Haus
Premiere: 20. März 2027