Verdi-Requiem

Giuseppe Verdis einzigartige Requiem-Vertonung ist weit mehr als ein Werk des Gedenkens – sie ist eine Komposition von höchstem musikalischem Ereignis-Wert, die Menschen verbindet. In der 1874 entstandenen »Messa da Requiem« des »Königs der italienischen Oper« verschmelzen Chor, Solist:innen und Orchester zu einer gemeinsamen Stimme, die von Trauer, Hoffnung und Menschlichkeit erzählt. Jede Phrase lebt vom Zuhören, vom Aufeinander-Reagieren, vom gemeinsamen Atmen – von gelebter Gemeinschaft.

Gerade im kraftvollen Zusammenwirken vieler entsteht die emotionale Wucht dieses Werks: Wenn der Chor im »Dies irae« aufbegehrt oder im »Libera me« um Trost bittet, dann wird spürbar, wie die Musik Grenzen zwischen Individuen aufhebt. Rein musikalisch ist die »Messa da Requiem« dann auch viel eher im Konzertsaal als in religiösen Räumen aufgehoben. Ein mutiges Werk, das als (gefühlte) Machtprobe zwischen Kunst und Kirche letztlich jedoch weniger Grenzen aufbaut als vielmehr Türen öffnet.

Freitag // 2. Oktober 2026 // 19.30 Uhr // Großes Haus

Konzert im Rahmen des »Äquinoktium III – Gemeinschaft leben«

Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Dirigent: Marco Alibrando
Sopran
Mezzosopran: Sayaka Shigeshima
Tenor
Bass
Opernchor des DNT
Es spielt die Staatskapelle Weimar

Spielort: Großes Haus