Martina Filjak
© Romano Grozich
Die kroatische Pianistin Martina Filjak wird für die Verbindung von technischer Souveränität, klanglicher Fantasie und großer Ausdruckskraft international geschätzt. Den entscheidenden Durchbruch brachte ihr 2009 der Gewinn des Cleveland International Piano Competition, wo sie neben dem Ersten Preis auch den Beethoven-Preis erhielt. Zuvor hatte sie bereits den Viotti-Wettbewerb in Vercelli und den Maria-Canals-Wettbewerb in Barcelona gewonnen und war Preisträgerin des Busoni-Wettbewerbs.
Filjak gastierte in Häusern wie dem Wiener Musikverein, dem Konzerthaus Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam, der Zankel Hall in der Carnegie Hall und dem Teatro Colón in Buenos Aires. Als Solistin arbeitete sie unter anderem mit dem Cleveland Orchestra, dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Radio Philharmonie und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg zusammen. Ihr Repertoire reicht von Bach bis Berio und umfasst mehr als dreißig Klavierkonzerte.
Auch ihre Diskografie spiegelt diese Vielseitigkeit: Zu ihren Einspielungen zählen Sonaten von Antonio Soler für Naxos, ein Soloalbum mit Werken von Bach/Liszt, Schumann und Skrjabin sowie »Light & Darkness« mit Musik von Franz Liszt und Arvo Pärt. 2026 erschien bei audite die erste Gesamteinspielung der sinfonischen Werke Dora Pejačevićs mit der Staatskapelle Weimar unter Ivan Repušić. Filjak ist darin als Solistin der »Phantasie concertante« und des Klavierkonzerts g-Moll zu hören. Im September 2026 wurde die Aufnahme auf die Longlist der Jahrespreise des Preises der deutschen Schallplattenkritik aufgenommen.
Mit der Staatskapelle Weimar ist Martina Filjak bereits vertraut: Im September 2024 war sie hier mit Pejačevićs »Phantasie concertante« zu erleben. Nun kehrt sie mit einem Werk zurück, das besonders eng mit Weimar verbunden ist – Liszts Erstes Klavierkonzert.