Marc Albrecht

Marc Albrecht

Marc Albrecht zählt zu den international gefragtesten Dirigenten seiner Generation. Besonders geschätzt wird er als Interpret des deutsch-österreichischen spätromantischen Repertoires von Wagner und Mahler bis Strauss, Zemlinsky, Schreker und Korngold; zugleich setzt er sich intensiv mit zeitgenössischer Musik auseinander.

Nach seinem Studium in Wien und ersten Engagements an den Staatsopern in Wien und Hamburg wurde Albrecht Assistent von Claudio Abbado und wirkte über mehrere Jahre am Aufbau des Gustav Mahler Jugendorchesters mit. Nach einer Tätigkeit als Erster Kapellmeister an der Semperoper Dresden wurde er 1995 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. Später leitete er das Orchestre Philharmonique de Strasbourg. Von 2011 bis 2020 war er Musikdirektor der Dutch National Opera und Chefdirigent des Netherlands Philharmonic Orchestra. Seit der Spielzeit 2026/27 ist er Chefdirigent des Antwerp Symphony Orchestra. Gastdirigate führten ihn unter anderem zu den Berliner und Münchner Philharmonikern, zum Orchestre National de France, zum Cleveland Orchestra und NHK Symphony Orchestra sowie an Häuser wie die Bayerische Staatsoper, die Opéra de Paris und das Royal Opera House Covent Garden.

Mit Weimar verbindet Marc Albrecht auch eine besondere Familiengeschichte: Sein Vater, der Dirigent und Komponist George Alexander Albrecht, war von 1996 bis 2002 Generalmusikdirektor des Deutschen Nationaltheaters und Chefdirigent der Staatskapelle Weimar und blieb dem Orchester anschließend als Ehrendirigent eng verbunden. Zuletzt stand Marc Albrecht am 8. und 9. Januar 2023 am Pult der Staatskapelle: Auf dem Programm standen Gustav Mahlers 5. Sinfonie und die Uraufführung des Cellokonzerts seines 2021 verstorbenen Vaters mit Daniel Müller-Schott als Solisten.

Marc Albrecht wurde 2019 mit dem International Opera Award und 2021 mit dem OPUS KLASSIK jeweils als »Dirigent des Jahres« ausgezeichnet.