Frank Peter Zimmermann
© Harald Hoffmann│hänssler CLASSIC
Frank Peter Zimmermann (1965) zählt seit vier Jahrzehnten zu den profiliertesten Geigern seiner Generation. Sein unverwechselbarer Ton, seine technische Brillanz und die Tiefe seiner Interpretationen prägen seine Auftritte mit führenden Orchestern weltweit, darunter die Wiener Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Cleveland Orchestra und das Boston Symphony Orchestra.
Bereits mit fünf Jahren begann er Geige zu spielen, mit zehn trat er erstmals als Solist mit Orchester auf. Er studierte bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers und debütierte 1985 bei den Berliner Philharmonikern. Neben dem klassischen Repertoire widmet er sich intensiv zeitgenössischer Musik: Violinkonzerte von Matthias Pintscher, Brett Dean, Augusta Read Thomas und Magnus Lindberg brachte er zur Uraufführung. 2010 gründete er mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra das Trio Zimmermann, das 2019 sein letztes Konzert gab.
Seine umfangreiche Diskografie umfasst nahezu das gesamte bedeutende Violinkonzertrepertoire und zahlreiche kammermusikalische Werke. Eine mit den Berliner Philharmonikern eingespielte Edition von Violinkonzerten Beethovens, Bergs und Bartóks wurde 2022 mit dem Gramophone Award und dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zimmermann erhielt unter anderem den Rheinischen Kulturpreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Er spielt die Stradivari »Lady Inchiquin« von 1711, eine Leihgabe der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
In der Spielzeit 2026/27 erweitert Zimmermann sein Repertoire um William Waltons Violinkonzert und widmet sich erneut Hindemiths Violinkonzert, das er unter anderem mit dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Bayerischen Staatsorchester aufführt.