Alexander Hrustevich

Der ukrainische Akkordeonist Alexander Hrustevich ist insbesondere für seine virtuosen Übertragungen klassischer Orchester- und Instrumentalwerke bekannt. Auf dem Bajan, einem chromatischen Knopfakkordeon, gelingt es ihm, komplexe Solopartien und Orchesterstimmen zugleich hörbar zu machen. Diese außergewöhnliche Fähigkeit brachte ihm den Beinamen »One-Man-Orchestra« ein.

Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Musik des 20. Jahrhunderts. Dazu gehören Bearbeitungen von Johann Sebastian Bachs Passacaglia c-Moll, Sätzen aus Antonio Vivaldis »Vier Jahreszeiten« und dem Finale aus Peter Tschaikowskys Violinkonzert. Auch Kompositionen des ukrainischen Komponisten Volodymyr Zubitsky gehören zu seinen Programmen. Seine Interpretationen verbinden technische Brillanz mit klanglicher Vielfalt und einer besonderen Fähigkeit zur Gestaltung vielstimmiger Partituren.

Als Solist gastierte Hrustevich in zahlreichen europäischen Ländern sowie in Nord- und Südamerika. Er arbeitete unter anderem mit der NDR Bigband und der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg zusammen. Mit Letzterer spielte er unter der Leitung von Juri Gilbo Zubitskys »Omaggio ad Astor Piazzolla« für Akkordeon und Orchester. Auch mit dem Sänger und Komponisten Bobby McFerrin stand er bei einem Konzert in Kiew vor rund 3.000 Zuhörern auf der Bühne.

Seine Einspielung von Vivaldis Sommer aus den »Vier Jahreszeiten« in einer Bearbeitung von Pavel Fenyuk wurde für den Soundtrack von Ruben Östlunds Film »Höhere Gewalt« (2014) verwendet.

1983 im ukrainischen Starokostiantyniv geboren, begann Hrustevich im Alter von sechs Jahren mit dem Bajanspiel. Er studierte an der Nationalen Musikakademie der Ukraine bei Professor Vladimir Besfamilnov.

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