Die Ausweichschule
Eine persönliche Annäherung von Kaleb Erdmann
Am 26. April 2002, dem letzten Tag der Abiturprüfungen, dringt der 19-jährige Robert Steinhäuser schwer bewaffnet in das Erfurter Gutenberg-Gymnasium ein und tötet 16 Menschen. Der Amoklauf versetzt das Land in einen Schockzustand und hinterlässt insbesondere in Thüringen tiefe Wunden.
23 Jahre später fragt sich ein junger Autor, wie man von dem Grauen jenes Tages erzählen kann, den er selbst als Elfjähriger miterlebt hat. Im Rahmen eines Romanprojekts beginnt eine obsessive Suche nach Erinnerungen und nach einer Sprache für die erfahrene Gewalt. Je näher er der traumatischen Vergangenheit kommt, desto mehr verschwimmen seine Gewissheiten. Zwischen künstlerischen Ambitionen, Selbstzweifeln und Ausweichstrategien schickt Kaleb Erdmann seinen Erzähler an die Grenzen des Sagbaren – klug, persönlich und mit Humor.
Mit seinem für den Deutschen Buchpreis 2025 nominierten Roman hat Erdmann ein literarisches Ereignis geschaffen, das Regisseur Robin Ormond in Weimar zur Uraufführung bringen wird.
TIPP >> Kennen Sie schon den Debütroman von Kaleb Erdmann? In »wir sind pioniere« (2024) sucht ein Paar nach dem richtigen Beziehungsmodell, dem richtigen Wohnort, dem richtigen Job, dem richtigen Wohnzimmerschrank, kurz: dem richtigen Leben.
Premiere
Donnerstag // 14. Januar 2027 // 20.00 Uhr // Studiobühne
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Kaleb Erdmann
Inszenierung: Robin Ormond
Bühne und Kostüme: Pauline Schwarz
Dramaturgie: Theresa Selter
Spielort: Studiobühne
Premiere: 14. Januar 2027